Der Bau war schon gut fortgeschritten, die Einladungen rechtzeitig verschickt und die Planungen für die Grundsteinleagung abgeschlossen. Alle Beteiligten (einschließlich des Wettergottes) hatten sich ins Zeug gelegt und so konnten wir an diesem Nachmittag wichtige Dokumente und Münzen der Nachwelt feierlich hinterlassen.

Direktor Michael Kohnagel begrüßte die Gäste und berichtete über die Idee des Projektes, die Planungsphase, den Grundstückskauf bis hin zur Grundsteinlegung. Für unsere Genossenschaft sei dieses Bauwerk "Auf der Canzeley" das größte Bauvorhaben der vergangenen 40 Jahre. Und dass diese Entscheidung richtig war, beweist u. a. auch die große Nachfrage. Seit Wochen schon sind rund 90 % der Wohnungen des ersten Bauabschnittes quasi doppelt belegt.

Auch Antje Mannhardt, die Vorsitzende unseres Aufsichtsrates, bestätigte Flensburgs Bedarf derartiger Wohnungen, gerade in diesem Teil unserer Stadt, in der Nähe des Campus und auch der Innenstadt. Es sei heute durchaus nicht mehr üblich, betonte sie, dort zu wohnen, wo man auch arbeitet. Mit diesem Neubau schaffen wir diese Voraussetzungen für Flensburgs Bürger – auf ca. 9 000 m2 Wohnraum, verteilt auf 152 Wohnungen, mit gehobener Ausstattung, ohne öffentliche Förderung.

"Kommunikation ist für mich eines der wichtigsten Werkzeuge beim Bauen" – unter diesem Credo erläuterte der für dieses Bauvorhaben maßgebliche Architekt des Architekturbüros Asmussen und Partner, Volker Dücker, die Leitideen des Entwurfes dieser Gebäude.

In dieser Planung findet sich ein typisches Flensburger Merkmal, das der Hangkronen-Bebauung, wieder. Flensburg sei baulich gerahmt, angefangen auf der westlichen Seite mit der Duborg Skole bis zum Gerichtsgebäude und auf der östlichen Seite mit St. Jürgen-Straße, Goetheschule und Sandberg. Und auf dieser östlichen Achse stehen später auch unsere Neubauten und fügen sich somit in den Rahmen des Stadtbildes ein. Die Anordnung der Häuser folgen weitgehend der bestehenden Gründerzeitbebauung, nämlich einer klaren, Ost-/West-Ausrichtung, d. h., die Traufseiten der Häuser liegen zum Osten bzw. Westen. Dies hat den Vorteil, dass sämtliche Wohnräume zum Westen, also zur Sonnenseite und gleichzeitig mit Blick über die Südstadt, geplant wurden.

Auch die Gestaltung der Fassade findet sich in den Gründerzeitbauten wieder – seien es die stehenden Fensterfronten wie auch die Verblendsteine, die typisch sind für Flensburg. Und so kann die Verbindung zwischen Alt und Neu geschaffen werden.

Nun war der Moment gekommen, unsere Zeitdokumente und Münzen für die Nachwelt zu sichern. Eine Kupferrolle, absolut dicht verschweißt, wurde im Gestein versenkt und dies unter fachlicher Aufsicht zugemauert. Im Anschluss daran lud Direktor Kohnagel die Gäste und Handwerker zu einem zünftigen Imbiss ein.

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